Eine ganz "gewöhnliche" Fleischmann-Autorennbahn-Geschichte

Vielen Dank für den tollen Bericht der Firma Hammerer. Nachahmer sind natürlich immer erwünscht!

Ich, Harald Hammerer (47), Mittelfranke, Sechzger-Fan und Mikas Papa

besuchte vor ein paar Monaten meinen alten Freund und Gama-Autorennstallbesitzer Klaus Böhm. Seiner Herausforderung zu einem Race auf dem Hochgeschwindigkeitskurs folgend musste ich nach 42 Jahren wieder mal selbst an den Regler und erlebte ein vergessenes Gefühl wie damals vor langer, langer Zeit. Trotzdem war, als ich nach Hause ging, meine Slotcarwelt sowie auch ich (hier zweifelt meine Frau) noch völlig in Ordnung.

Zu Hause erzählte ich meinem Sohn Mika (9) von dem Rennen. Auch, dass meine Brüder und ich als Kinder schon auf einer Fleischmann-Autorennbahn "3005 Touring" internationale Meisterschaften ausfuhren. Und, dass sich die Bahn noch auf dem Dachboden unseres Hauses befinden müsste. Mika wäre nicht der Sohn seines Vaters, hätte er nicht sofort solange genervt, bis wir noch am gleichen Tag dort oben fündig wurden. Also den vielversprechenden Originalkarton heruntergetragen und ausgepackt. An diesem regnerischen Tag im Oktober 2008 haben wir uns den gefürchteten „Slotvirus“ eingefangen.

Die Bahn befand sich in ausgesprochen gutem Zustand und die Autos Alfa, Lotus, Ferrari F1, Porsche 911, Porsche 917 und Porsche Carrera 6 (Bild 2 schon mit 2 "Neuen")

waren nach Totalzerlegung mit intensiver Reinigung bald darauf voll einsatzfähig. Zuerst bauten wir die Bahn wie auf der Schachtel vorgeschlagen, aber meine Brüder und ich hatten wohl schon damals zusätzliche Fahrbahnteile bekommen. Also Nachplanung unter vorsichtiger Ausnutzung des vorhandenen Platzes im Flur der 2. Etage und möglichst vieler Bahn-Teile.

So entstand unser erster Kurs, der "Frankenring".

Schnell stellten wir im Rennbetrieb Schwächen an den Fahrzeugen (harte Reifen neigen zu starkem Übersteuern) und an der Bahn (fehlende Kurvenverbreiterungen für die Heckschleuderer) fest.

Die Bahnfehler konnte ich dank einer grossen PVC-Platte mit entsprechender Dicke und einer Bandsäge selbst beheben, aber bei den Reifen hat auch das Anschleifen nix mehr verbessert. Ergo - PC einschalten und Googeln. Und auf was stösst ein Slotrennfahrer zuerst, wenn er den Begriff "Fleischmann Autorennbahn" eingibt? Auf die absolute Bibel für diese Freaks, nämlich die Seite "Slotcar-Treff" von Andreas Bernhard, die inzwischen zu unserer täglichen Studien-Seite erklärt wurde.

Das Problem der Reifen ist mit den Repros von "R-S-Rennbahnen" mehr als behoben, der alte "Frankenring" wurde unter maximaler Ausnützung der Verfügung stehenden Flächen zum ca. 12 Meter langen "Speed-o-drom" (deutsche Übersetzung: hysterischer-Aufschrei-in-der-2. Etage) umgebaut.

Aber wie auch im richtigen Leben haben wir uns dadurch einige Probleme mit den „Behörden“ eingehandelt, und zwar mit unserer „Behörde Mama“, die weder an die Einbauschränke im Flur noch so ohne weiteres in Mikas Zimmer kommt, sowie meiner Tochter Svenja, die erst nach Wahrnehmung ihres familieneigenen Vetorechts wieder in und aus ihrem Zimmer ins Bad und in das Treppenhaus gelangen konnte.

Gut, der Bahnbau ist im Moment wirklich ausgereizt, aber............es gibt doch jede Menge Autos in ebay und manchmal auch für wenig Geld. Wir hatten zuerst andere Marken wie Fly oder Revell getestet,

kamen aber immer wieder auf die nostalgischen Fleischmannrenner zurück. Auch Dank der excellenten Tipps von Michael Gomez aus Marktredwitz, inzwischen von einem Internetkontakt zum Freund geworden, ist unsere Sammlung sprunghaft auf 23 Slotis angewachsen. Da beim Kauf von Komplettbahnen meist der unvermeidliche „Golf“ der Fleischmann-Packungen, d.h. der grüne Lotus dabei ist und wir diesen bereits 3x besitzen, haben wir uns an eine Umlackierung herangewagt. Gut, da ist noch vieles verbesserungswürdig, aber für uns trotzdem ein gelungenes Projekt. Pläne für einen Teilumbau eines solchen Lotus spucken schon in unseren Köpfen.

Und ausserdem liegen immer noch viele Bahnteile für weitere Neuplanungen am künftigen „Mika- Motor-Raceway“ auf Halde. Was bedeutet:

Liebe "Behörden", die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende !!!

P.S.: der Einbau einer Rundenzeitmessanlage ist für Juni geplant.